Brecht, Discorso mattutino all’albero Griehn

Discorso mattutino all’albero Griehn (1927)

Griehn, devo pregarLa di scusarmi.
Stanotte non ce l’ho fatta a prender sonno, tanto rumoreggiava la tempesta.
Guardando fuori ho notato che Lei oscillava
Come una scimmia sbronza. L’ho esternato.

Oggi il sole giallo splende tra i Suoi rami spogli.
Lei sgronda ancora qualche lacrima, Griehn.
Ma adesso sa, Lei, quello che vale.
Ha combattuto la battaglia più aspra della Sua vita.
Gli avvoltoi si interessano a Lei
E io so ora che unicamente per la Sua implacabile
Arrendevolezza lei sta ancora in piedi stamattina.

Dinanzi al Suo successo penso oggi:
Non è stata un’inezia levarsi così in alto
Tra i casermoni in affitto, così in alto, Griehn, che
La tempesta può giunger fino a  Lei così come stanotte.

Bertolt Brecht
(traduzione di Anna Maria Curci)

 

Morgendliche Rede an den Baum Griehn

Griehn, ich muß Sie um Entschuldigung bitten.
Ich konnte heute nacht nicht einschlafen, weil der Sturm so laut war.
Als ich hinaus sah, bemerkte ich, daß Sie schwankten
Wie ein besoffener Affe. Ich äußerte das.

Heute glänzt die gelbe Sonne in Ihren nackten Ästen.
Sie schütteln immer noch einige Zähren ab, Griehn.
Aber Sie wissen jetzt, was Sie wert sind.
Sie haben den bittersten Kampf Ihres Lebens gekämpft.
Es interessieren sich die Geier für Sie.
Und ich weiß jetzt: einzig durch Ihre unerbittliche
Nachgiebigkeit stehen Sie heute morgen noch gerade.

Angesichts Ihres Erfolges meine ich heute:
Es war wohl keine Kleinigkeit, so hoch heraufzukommen
Zwischen den Mietskasernen, so hoch herauf, Griehn, daß
Der Sturm so zu Ihnen kann wie heute nacht.

Bertolt Brecht

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